Unser 2.
AD(H)S-Wochenende in Güntersberge vom 14.08. –
16.08.09
Von Astrid
Döhlert
Am 14.08. war es wieder soweit. Voller
Vorfreude setzten
sich 11 Familien in Richtung Güntersberge in Bewegung.
Gegen 17.00 Uhr konnten wir unsere
Zimmer im Kiez in
Beschlag nehmen. Rita und Axel empfingen uns freudig im Haus 2. Ganz so
freudig
waren wir allerdings nicht, da wir gerne wieder im familienfreundlichen
Haus 4
gewohnt hätten. Aber nach dem Motto „ Mach das Beste draus“ wurde
bei einigen
Familien erst einmal die Wohnordnung ausgeknobelt. Des
einen Freud ist des anderen Leid und so
mussten einige unfreiwillig in die obere Etage der Betten krabbeln.
Um 18.00 Uhr ging es dann zum
Abendessen. Die Kinder rannten
alle voraus in den Schlemmertreff (wie im letzten Jahr), aber wir
hatten das
Vergnügen in einem kleinem und sehr schönen Speisesaal,
nebenan zu essen.
Nachdem die Kinder wieder eingesammelt waren, ließen wir es uns
schmecken.
Zum Abschluss des offiziellen Tages
gab es dann noch ein
Lagerfeuer. Für die Eltern gab es Punsch mit Spaßmacher und
für die Kinder
ohne. Diese erfreuten sich dann aber am Stockbrot, was bei manchen mehr
oder
weniger schwarz endete. Als das Feuer herunter- gebrannt war, gingen
wir in den
Clubraum unseres Hauses und setzten die Gemütlichkeit noch ein
wenig fort.
Am 2. Tag gab es bis 8.45 Uhr
Frühstück und danach ging es
zum Tagungshaus. Hier wurden Eltern und Kinder getrennt. Rita
übernahm die
Kleinsten und Michaela und Karsten die größeren Kinder. Die
Eltern wurden von
Martin Kummer „verarztet“.
Mit viel Geduld und Spucke versuchte
Martin uns noch einmal
bewusst zu machen, wie wichtig es ist, durch gezieltes Selbstmanagement
Körper
und Seele in Gleichklang zu bringen, an uns selbst zu arbeiten um die
Balance
zwischen Familie, Beruf, Gesundheit und Umwelt zu erhalten. Mit vielen
Fragebögen versuchte er unsere Schwachstellen aufzudecken und gab
Anregungen um
die Baustellen zu verkleinern.
Die Kinder kletterten in dieser Zeit
den Felsen hoch,
bastelten und machten das Kiez unsicher. Die Betreuer kamen aber mit
der
geballten Ladung an Energie sehr gut zurecht, so dass
größere Schäden vermieden
wurden.
Um 12.30 Uhr gab es dann Mittag und um
13.00 Uhr wartete
schon Karsten Müller auf uns, um uns eine Lehrstunde in Tai Chi zu
geben. Dabei
wollte er uns erklären, wie das mit dem Führen und
Geführt werden funktioniert
und wie schnell sich die Position doch ändern kann. Außerdem
versuchten wir uns
gegenseitig aus dem Gleichgewicht zu bringen (oder es zu verhindern).
Nach dem Käffchen ging’s dann zu
einem besonderen Spaß. Zwar
mussten wir erst 40 Minuten durch den Wald laufen, aber dann waren wir
an einem
Bergsee. Dort warteten schon die Kanus auf uns und gruppenweise ging es
dann
auf den See. Einige gingen baden (aus dem Boot oder am Ufer) und andere
leisteten sich Wasserschlachten. Jedenfalls hatten alle einen
Riesenspaß. Auf
dem Rückweg verging dieser zwar einigen, aber nach 30 Minuten
hatten wir Dank
einer Abkürzung das Kiez wieder erreicht.
Nach dem Essen war an diesem Abend
Spiel und Basteln
angesagt. So konnte jeder seiner Leidenschaft nachgehen. Vom Malen
über
Sandflaschen füllen bis Billard, Airhockey oder Tischfußball
war alles drin. Ab
21.00 Uhr ging es dann wieder in unseren Clubraum zu einem
gemütlichen Abend.
Kerstin löste eine Bestellung ein, die dann mit langen Strohhalmen
und einem
Eimer endete. Alle hatten ihren Spaß, einige sogar bis in die
frühen
Morgenstunden.
Am Sonntag nach dem
Frühstück (wobei einige schüsselweise
Quark verdrückten) wartete Martin schon wieder auf uns, um uns in
den Sinn und
die Technik des Entspannens einzuführen. Nochmals machte er uns
klar, dass es
wichtig ist etwas für sich selbst zu tun.
Am Ende dieser Beratung kam dann noch
Frau Weißenberg von
der AOK und nahm Anregungen und Kritik für die nächsten
Seminare mit.
Die Kinder hatten in der Zeit schon
viele Ballons mit Gas
gefüllt, an die dann Wunschzettel gehangen wurden. Alle gemeinsam
ließen wir
diese dann steigen und hoffen nun, dass unsere Wünsche in
Erfüllung gehen.
Nach dem Mittag war das schöne
Wochenende leider schon
vorbei und alle machten sich auf den Heimweg.
Eines sollte noch
erwähnt werden:
Vielen
Dank an die AOK, das Kiez und die Therapeuten, die uns dieses
Wochenende
ermöglicht haben und zum tollen Gelingen beitrugen.